Leben am Limit

So, diesmal ist es mir tatsächlich gelungen, einmal nicht soviel Zeit vergehen zu lassen, bis ich wieder einen Artikel schreibe. Das freut mich sehr. Der Grund ist, dass ich gestern bei meinem Orthopäden zur Besprechung der CT-Bilder war. Ich sagte ja, ich würde das hier dann veröffentlichen. Ich muss nicht am Rücken operiert werden. Darüber bin ich sehr froh. Stattdessen hat mir der Arzt nun einen Antrag auf Kostenübernahme für Rehasport (Rückenschule) gegeben. Darum werde ich mich nun alsbald kümmern, immerhin habe ich meine Krankenkasse schon kontaktiert.

Ab kommenden Montag habe ich 2 Wochen Urlaub. Man könnte den Urlaub zwar auch „befohlener Gehaltsausfall“ nennen, denn in einer AGH (Minijob / 1-Euro-Job) wird man nicht bezahlt, wenn man nicht erscheint, so auch im Urlaub. Da ich diesen Monat leider auch schon 5 Tage krank war (Grippaler Infekt), wird meine Abrechnung nächsten Monat äußerst spärlich aussehen. Aber sei es wie es sei, ich bekomme das schon geregelt. Die 2 Wochen Urlaub bedeuten viel Zeit für mich und die habe ich auch bitter nötig. Seit einigen Wochen fühle ich mich schon als wäre ich an meinem Limit angekommen. Mit Arbeit und all den Terminen, die ich dann noch daneben hatte (Eltern, Betreuer, Selbsthilfegruppe, Rollenspiel, Psychotherapeut, Arzttermine, etc.) blieb extrem wenig Zeit für mich übrig. Dabei brauche ich diese für meine seelische Gesundheit sehr dringend. Meinen Betreuern gegenüber habe ich das ganze immer in folgendem Bild erklärt, dass ich sehr passend finde. Ich komme mir vor wie ein Jongleur, der bereits 5 Bäller jongliert. Kommt noch einer dazu, fallen alle Bälle zu Boden. Ich weiß nicht, ob 5 Bälle für einen guten Jongleur viele sind und/oder wieviele Bälle viele wären, aber vielleicht bin ich auch kein guter Jongleur. Vielleicht wurde ich deshalb auch zuletzt krank? Keine Ahnung. Nur eine Theorie. Auch wenn die Tage, an denen ich krank zuhause war, nicht gerade erholsam waren und/oder ich sie als „Zeit für mich“ zählen würde. Zumal dem eine gewisse Pechsträhne vorausging, die erst gestern mit der guten Nachricht des Orthopäden endete.

Auf jeden Fall kommt der Urlaub für mich wie gerufen. Ich werde die Freizeit nutzen um meine Akkus wieder aufzuladen. So, das soll es für heute auch schon wieder gewesen sein. Habt einen schönen Juli und bis bald.

Roger Verfasst von:

36-jähriger Nerddeutscher (Vorsicht! Wortspiel!), der in diesem Blog über sein Leben mit ADHS berichtet.

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