Und plötzlich ist Herbst

Beinahe Winter. Und ich merke, dass es Zeit für einen neuen Blog-Eintrag ist. Was gibt es neues? Nun, am 1. November endete meine Arbeitsgelegenheit in der Computer-Schule. Nach 10 Tagen „Urlaub“ kehrte ich jedoch – auf eigenen Wunsch – zurück. Nachdem mir die ersten 3 Monate in der neuen Arbeit doch wenig Spaß gemacht hatten, waren sie doch eher ernüchternd und frustrierend, steigerte sich der Spaß zum Ende hin massiv. Es hatte sich herum gesprochen, dass ich etwas drauf habe und dementsprechend wurde ich ab da auch eingesetzt. Schon war Spaß dabei und schnell mein erstes Projekt abgeschlossen.

Das Zweite folgte sogleich und nach meiner Rückkehr ging es daran auch weiter. Projektarbeit ist immer Teamarbeit und diese funktioniert sehr gut. Nun bin ich erstmal bis April wieder hier, sollte sich bis dahin nichts anderes ergeben. Anders, als viele meiner anderen Kollegen, habe ich jedoch nicht vor über mehrere Jahre hier zu bleiben. Mittelfristig möchte ich viel lieber im sozialen Bereich arbeiten. Ich möchte von meinen Erfahrungen mit Sucht, Depression und ADHS profitieren und anderen Menschen, die ähnliche Probleme haben, helfen. Bisher kam für mich nur in Frage, in dem Zuge mit Erwachsenen zusammen zu arbeiten. Inzwischen könnte ich mir das ganze aber auch für Jugendliche vorstellen. Warum?

Im Oktober habe ich – wie letztes Jahr bereits – erneut, als Betroffener, an der Suchtprävention der BRÜCKE teilgenommen. Wir waren für 3 Tage an der gleichen Schule wie letztes Jahr. War die Klasse im vergangenen Jahr jedoch fast unschuldig im Bezug auf Drogen und Alkohol und insgesamt eher ruhig und konzentriert, war die Klasse in diesem Jahr doch, ähm, sagen wir, lebhaft(er). Die 3 Tagen waren viel intensiver als beim ersten Mal. Zugegeben, letztes Jahr war ich auch eher der stille Beisteher, während die Fachkraft an meiner Seite erzählt und doziert hat. Dieses Jahre war die Zusammenarbeit mit der Fachkraft viel partnerschaftlicher. Die Rede-Anteile waren ausgeglichener. Da wir die Klasse doch desöfteren ermahnen mussten, doch bitte ruhe zu bewahren, oder dass sich der oder die Schülerin doch bitte wieder auf ihren Platz setzen solle, hatte ich auch nach 2 Stunden fast alle Namen der Schülerin drauf. Und das bereits am ersten Tag. Letztes Jahr kannte ich am letzten Tag vielleicht 2 Namen (von 20). Außerdem wurde ein Verbesserungsvorschlag meinerseits aus dem Vorjahr übernommen. Es fühlt sich immer wieder gut an, ernst genommen und verstanden zu werden.

Außerdem habe ich seit Juni ca. 7 kg (plus x) da ich nicht sicher weiß, wieviel ich gewogen habe, als ich begann abzunehmen. Trotzdem ein schönes Gefühl. Kein Ende in Sicht. Zumindest hoffe ich das. Aktuell plane ich meine weitere berufliche Zukunft. Ein Plan besteht, der jedoch noch einige Variablen enthält, die ich hoffentlich bis Ende des Jahres ausmerzen kann, da ich mich bis Ende Februar beworben haben muss, soll es im kommenden Jahr noch losgehen. Außerdem müsste ich dafür noch ein Praktikum machen. Ihr seht, das sind nur ein paar der offenen Variablen.

Mir geht es sonst jedoch gut und das ist ein schönes Zeichen. Ich blicke auf jeden Fall positiv in die Zukunft.

Roger Verfasst von:

34-jähriger Nerddeutscher (Vorsicht! Wortspiel!), der in diesem Blog über sein Leben mit ADHS berichtet. Außerdem reviewt er Serien, Hörbücher und Videospiele.

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