Frohes neues Jahr

Da bin ich wieder. Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr und nur das Beste für 2017. Mein letzter Blogpost ist schon wieder eine Weile her. Dies hatte jedoch positive Gründe, da es nichts Akutes gab, über das ich hätte schreiben können, weil alles sehr gut lief. Nun möchte ich aber zum einen einen kleinen Rückblick auf 2016 werfen und einen kleinen Ausblick auf meine persönlichen Ziele für 2017 geben.

2016 war für mich das beste Jahr seit langer Zeit. Global gesehen natürlich nicht – Brexit, Trump, Terror, etc. sei Dank. Persönlich war das Jahr jedoch toll. In meinem ersten Blogeintrag schrieb ich ja bereits, dass die Zusammenarbeit mit der BRÜCKE für mich die absolut richtige Entscheidung war. Und das möchte ich hier noch einmal unterstreichen. Meine Bezugsbetreuer und ich haben ein tolles Verhältnis. Sie verstehen wie ich ticke, was mir vorallem am Anfang geholfen hat, selbst zu erkennen, wie ich ticke. Daraus wurde dann schnell ein gewisses Bewusstsein. Das heißt, ich saß zuhause und tat, was ich so getan habe, als über meinem Kopf plötzlich die sprichwörtliche Glühbirne aufleuchtete und ich etwas erkannt hatte. Mir wurde klar, was alles schief lief, z. B. was ich beim nächsten Termin ansprechen wollen würde. Das war vorallem im ersten halben Jahr 2016 der Fall. In dieser Zeit passierten viele Dinge. Meine Privatinsolvenz wurde erfolgreich abgeschlossen. Ich begann meinen Briefkasten zu leeren, wann immer ich kam oder ging. Und ich kümmerte mich dann auch um die Post. Ich war ja nicht mehr alleine damit. In schlimmen Fällen, wie der Zwangsvollstreckungsankündigung bzgl. des GEZ-Beitrags, den ich die letzten 6 Jahre nicht gezahlt hatte, brach keine schiere Panik mehr aus und ich wollte nicht mehr sofort alles verdrängen. Stattdessen leitete ich es weiter an meine Betreuerin weiter, die sich darum kümmerte und die Dinge mit mir gemeinsam regelte. Das war zugleich auch die letzte Leiche in meinem Keller. Was für ein tolles Gefühl das war. All diese Entwicklungen sorgten für viel Euphorie meinerseits. Als die ADS-Diagnose kam und ich medikamentös eingestellt wurde, ebbte diese Euphorie langsam ab. Nicht wegen der Medikamente. Sondern, weil einfach keine kurzfristig zu erreichenden Meilensteine mehr übrig waren. So begann das zweite Halbjahr 2016, welches rückblickend für mich für Konsolidierung steht. Ich musste lernen, klar zu kommen, auch ohne die Euphorie über Erreichtes als Schub. Euphorisiert fiel mir natürlich alles leichter. Und ich brauchte einige Zeit um zu erkennen, was passiert war, dass sich außer der nun fehlenden Euphorie, nichts geändert hatte. Nach einer Weile kam ich damit gut klar. Über all diese Zeit war ich im übrigen so stabil wie nie. Schlechte Phasen wurden immer kürzer und die letzte ist inzwischen bestimmt 3 Monate her.

So komme ich nun zu 2017. Die ersten Hürden habe ich bereits genommen. So endet diesen Monat meine ALG2-Bewilligung. So früh wie dieses Mal habe ich meinen Weiterbewilligungsantrag noch nie eingereicht. Nämlich noch vor dem Jahreswechsel. Früher passierte dies nie vor der letzten Januar-Woche. Als letzte Woche der Bewilligungsbescheid kam, habe ich direkt und ohne Umschweife den Antrag auf Befreiung der Rundfunkgebühr gestellt. Die Bewilligung dafür erhielt ich heute. Ähnlich war es noch im Dezember, als ich von meinem Stromanbieter aufgefordert wurde, meinen Zählerstand durchzugeben. Das hatte ich zuvor noch nie gemacht. Früher hätte ich irgendwann im Februar die Nachricht bzgl. des Zählerstandes gefunden und mich geärgert, dass ich wieder einen dreistelligen Betrag nachzahlen muss. Dieses mal bekam ich sogar einen kleinen Betrag zurück. Haben oder nicht haben.

Das sind für viele Menschen vermutlich Kleinigkeiten. Mir zeigen sie jedoch jedes Mal, was solange bei mir schief lief und bestätigen mich darin, dass ich mich auf dem absolut richtigen Weg befinde. Für das 1. Quartal 2017 habe ich mir jetzt vorgenommen, mich um meine Zähne zu kümmern. Ich habe einige, zum Glück nicht völlig offensichtliche Lücken in meinem Gebiss, die mich schon lange nerven. Da die Zahnarztpraxis meines Vertrauens geschlossen hat, schaue ich mich nun nach einem neuen um, habe auch schon 2 im Auge. Bald werde ich für den Februar einen Termin ausmachen um mal zu schauen, was der sagt, mir empfiehlt und um dann zu schauen, was überhaupt möglich ist, finanziell gesehen.

Außerdem möchte ich mich spätestens zum 3. Quartal wieder beruflich betätigen. Was genau, wie, wo, wann? Keine Ahnung. Aus Aberglaube möchte ich meine Pläne dazu auch nicht zu sehr öffentlich machen. Ich habe ein paar Ideen und die verfolge ich. Dann schauen wir, was daraus wird. Drückt mir die Daumen, sobald etwas spruchreif ist, werde ich es hier natürlich verkünden.

Das soll es soweit erstmal gewesen sein. Bleibt mir gewogen und bis bald.

Roger Verfasst von:

35-jähriger Nerddeutscher (Vorsicht! Wortspiel!), der in diesem Blog über sein Leben mit ADHS berichtet.

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